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Nero Assoluto Z

von der Entstehung bis zum Steinbruch und zum Steinmetz

Aus Simbabwe (engl. Zimbabwe) kennen wir hauptsächlich die Sorte „Nero Assoluto Z“ und Metallerze. Wir werden im Rahmen der Nachhaltigkeit auch öfter gefragt nach Informationen zum Stein selber und wie der Weg dieses Gesteins bis zum Endkunden ist.

Was ist es für ein Gestein?
„Nero Assoluto Z“ ist ein Gabbro aus der Untergruppe der Norite und besteht aus schweren Mineralien, weshalb die Rohdichte um 3 kg/ dm³ liegt. Es ist kein kristalliner Quarz vorhanden.

Wie alt ist „Nero Assoluto Z“?
Das Gestein ist „steinalt“ und stammt aus dem Simbabwe-Kraton, einem Gebiet mit einer sehr alten Kruste des alten Kontinents West-Gondwana. Die Felsen des Simbabwe Kratons sind ca. 2,6 Milliarden Jahre alt und gehören neben den dunklen Gesteinen Südafrikas aus dem Kaapvaal-Kraton zu den ältesten verwendeten Naturwerksteinen. Die kilometerdicken darüber liegenden Schichten aus Granit und anderen „leichten“ Gesteinen sind im Laufe der Zeit abgewittert.

Was ist ein Kraton?
Kratone sind die Überreste von sehr alten Kerngebieten der Kontinente, sozusagen die Wurzeln der Erdkruste. Vor mehr als 4 Milliarden Jahren sanken alte Meeresböden wieder in die Tiefe des Erdmantels ab. Bis zu 300 km reichen diese Wurzeln in die Erde hinein, die feste Kruste darüber hat meist eine Mächtigkeit von 30 – 40 km. Kratone sind durch die Entstehungsgeschichte und das hohe Alter tektonisch besonders stabil, was sie für Geologen und Prospektoren auch so anziehend macht. Mineralien, Edelmetalle und vor allen Dingen Schmucksteine sind dort nicht durch Verwitterung in alle Richtungen verteilt worden, sondern sind sozusagen
seit Milliarden von Jahren wie in einer Zeitkapsel am Ort festgehalten worden.

Woher kommen die unterschiedlichen Körnungen?
Das resultiert aus der Erstarrungsgeschichte und hängt mit der Erkaltung und den heutigen Abbauhorizonten zusammen. Die Übergänge sind dabei „fließend“ und können sich sogar im Block ändern.

Woher kommen die „Katzenpfoten“?
Oft werden Pyroxenanhäufungen, die auch als "Katzenpfoten" bekannt sind, beim „Nero Assoluto Z“ unbegründet beanstandet. In der zähen Grundmasse klumpen zuerst die enthaltenen Pyroxene als Kugeln zusammen. Diese werden aber bewegt, so dass die Kristalle eine andere "Ausrichtung" als die Restschmelze haben. Durch die Grenzflächenreflektionen an den einzelnen Kristallebenen kann keine aus allen Blickrichtungen gleich dunkel polierte Oberfläche erzielt werden. Dies ist ausdrücklich kein Materialmangel,
sondern eine typische Eigenheit des Gesteins aus den heutigen Abbauhorizonten.

Wo genau wird „Nero Assoluto Z“ abgebaut?
Nördlich von Mutoko werden die Rohblöcke abgebaut. Die Blöcke werden direkt aus dem massiven gewachsenen Fels mit Seilsägen geschnitten oder aus riesiegen Findlingen. Diese sind nicht vergleichbar mit dem Geschiebe der Eiszeiten in Europa. Bei einem Gewicht von mehreren tausend Tonnen ist das verständlich. Bei einer Kapazität von mehr als 10.000 m³ pro Jahr sind Großprojekte mit „Nero Assoluto Z“ problemlos zu bewältigen.

Wie ist es mit der „Kinderarbeit“ bei „Nero Assoluto Z“?
Das ist relativ einfach zu beantworten. Die gibt es dort nicht. Die Steinbrüche, die wir besucht und kontrolliert haben, sind High-Tec Unternehmen. Seilsägen, Bagger, Radlader, Krananlagen und Bulldozer können nur von sehr gut ausgebildeten Menschen bedient werden.

Wie erfolgt der Transport der Rohblöcke?
1) Straßentransport innerhalb Zimbabwes ca. 150 km auf der gut ausgebauten A2 nach Harare zur Verladestelle der Eisenbahn.
2) Eisenbahntransport bis zum Hafen Durban in Südafrika (1.700 km)
3) Schiffstransport in Containern, seltener als Stückgut bis Antwerpen (13.000 km)
4) Umladung in Antwerpen und dann nach Haldensleben (Mittellandkanal, 640 km)
5) Die letzten 31 km erfolgen dann mit Tiefladern zur Magna in Loitsche.

Wie wird „Nero Assoluto Z“ dann bei der Magna verarbeitet?
Nach der Abladung in unsrem Blocklager wird bei Bedarf das Gestein mit unseren Seilsägen oder unserer Multiblattsäge in die Formate die unsere Kunden benötigen.

Welche Oberflächen können produziert werden?
Alle glatten Oberflächen, wie geschliffen, satiniert, poliert werden auf unserer Schleifstraße erstellt. Geflammte und geflammt-gebürstete Rohtafeln können wir selber herstellen. Lediglich sandgestrahlte oder geflammte und wassergestrahlte Oberflächen können wir nicht selber in Loitsche produzieren. Diese Oberflächen lassen wir bei unserem Oberflächenspezialisten in Italien herstellen.

Ist Panther Black ein Nero Zimbabwe?
Ja, das stimmt. Die Schiffsladungen der Rohblöcke, die zu uns geliefert werden, enthalten 90% Material mit kleinen Flocken und 10 % sind unsere Memorial Qualität. Das liegt an dem Vorkommen. Die Rohtafeln werden in Loitsche nach dem Polieren nachbehandelt.

Wie gelangt der Endtransport zum Steinmetz?
Bis auf wenige Ausnahmen erfolgt die Anlieferung mit unseren eigenen LKW mit Krananlage. Dann kann der Steinmetz das fertigen, was sein Kunde bestellt hatte.

Reinigung: Pflegefrei im Unterhalt (Ultranetzer, tensidfreie Produkte, Alkoholreiniger), Universalgrundreiniger (Linax Extrem, Bendurol forte) ist problemlos, beständig gegen Amidosulfonsäure.
Verträgt nicht: Phosphorsäure, Salzsäure, pH>11